Das Schweizer Magazin für Umbauen und Erneuern

Ein geliebtes Haus wird umgebaut

Architekt Daniel Ringger hat sein Elternhaus umgebaut. Doch nicht für sich, sondern für die Familie seiner Schwester. Entstanden ist ein Zuhause, dass von seinen Bewohnern sehr geliebt wird.

Inselküche im Fokus: Im Wohnbereich wurden Trennwände entfernt, schwarze Stahlträger unterstützen die Statik.
Inselküche im Fokus: Im Wohnbereich wurden Trennwände entfernt, schwarze Stahlträger unterstützen die Statik.
Der alte, moosgrüne Kachelofen wird rückseitig vom Essbereich her befeuert.
Der alte, moosgrüne Kachelofen wird rückseitig vom Essbereich her befeuert.
Das rund 100 Jahre alte Haus erstrahlt in neuem Glanz.Die grüne Umgebung wird von Klein und Gross geschätzt.
Das rund 100 Jahre alte Haus erstrahlt in neuem Glanz.Die grüne Umgebung wird von Klein und Gross geschätzt.

Ganze 50 Seiten dick ist das Fotobuch, mit dem sich die Bauherrschaft bei ihrem Architekten Daniel Ringger bedankt. Mehr als 180 Aufnahmen hat die fünfköpfige Familie ausgewählt. Sie dokumentieren den Umbau ihres Hauses und sind zeitgleich eine Art Familienalbum, denn Architekt und Bauherrin sind Geschwister und es handelt sich hier um die Renovation ihres Elternhauses. Die ersten Seiten zeigen alte Aufnahmen des Gebäudes, Container voller Bauschutt, freigelegte Holzbalken, Handwerker. Weiter hinten, im zweiten Teil des Buches, sieht man bereits deutlich das neue Heim entstehen: Die Balken werden sandgestrahlt, der Zwischenboden eingezogen, die Wände gedämmt, das Dach saniert. Dazwischen die stolzen, nachdenklichen oder glücklichen Gesichter der Bauherrschaft und der drei Kinder Nico, Mia und Leo, für die der Umbau sicher ein grosses Abenteuer war. 

Bis auf den Rohbau 
Die Baueingabe für das zirka 100 Jahre alte Haus in Kappel am Albis erfolgte im Juli 2015. «Ein Umbau ist eine Herausforderung», sagt Daniel Ringger, «umso mehr, wenn es sich dabei um das eigene Elternhaus handelt.» Bauherrin und Architekt kannten das Haus gut, sie sind darin aufgewachsen. Trotz seines Alters hat es im Laufe der letzten Jahrzehnte stetig Veränderungen erfahren. So wurde noch vor wenigen Jahren eine neue Küche eingebaut und das Bad saniert. Der Entscheid, das Haus fast bis auf den Rohbau zurückzubauen, war mutig und nicht von Beginn an geplant. «Er entwickelte sich erst im Verlauf der Planungsarbeiten», verrät Daniel Ringger, «und war zu grossen Teilen der niedrigen Räumhöhe geschuldet». Diese erhöhte der Architekt durch einen neuen, lediglich zehn Zentimeter dicken Bodenaufbau. Auch die jetzt bodentiefen Fenster im Erdgeschoss und die Galerie im Obergeschoss machen die Wohnräume grosszügiger. 


Wie sich der Altbau zu einem Haus mit modernem Industrielook umwandelte, ist im Magazin HÄUSER MODERNISIEREN zu lesen. Die Ausgabe 1/2019 lässt sich online bestellen.

Text: Kirsten Höttermann, Fotos: Rado Varbanov
aus: Häuser modernisieren, Heft Nr. 1/2019

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